2011

Huuuuch, was war das? Ein Schuss? Das war die Frage, die sich wohl alle am ersten Abend gestellt haben. Ein Kriminalfall, der uns das gesamte Wochenende den Atem geraubt hat. Unter der Leitung von Sherlock Holmes und seinem Gehilfen Watson verbrachten wir viel Zeit mit der Suche nach Spuren, die der Täter hinterlassen haben könnte, schulten unsere Sinne, erspähten Verdächtige, entschärften Bomben und nahmen an einer aufregenden Verfolgungsjagd teil. Für unsere Inspiration war unter anderem ein 12minütiges Lied mit dem Textauszug \"wir machen Ferien in Algerien\" verantwortlich. Dieses Lied sorgte stehts für Heiterkeit, auch wenn einige nach dem gefühlten 100. Durchlauf doch dezente Aggressionen gegen dieses Lied entwickelten (verständlich !?! :-). Und um bei diesem ganzen Trubel einen kühlen Kopf zu bewahren, bot sich die nahegelegene Vechte wunderbar an, ein Sprung ins kühle Nass,..... schön ! :-) Die Kanutouren kamen super an, in Dreier-Teams ging es los, um die Vechte etwas näher zu erkunden. Nach dieser willkommenen Abkühlung gingen die Ermittlungen am \"Lagerabend\" weiter, wir verbrachten einen spannenden Abend mir Sherlock Holmes und Watson. Als sich die Beweislage im Laufe des Abends zuspitzte, gab es kein Entrinnen mehr für den Täter. Wer hätte gedacht, dass der unauffällige Hugo zu einem Mord in der Lage wäre? Zum krönenden Abschluss unseres Zeltlagers feierten wir mit dem Kaplan eine Lichtermesse, der Altar und das Kolpingbanner im Hintergrund erstrahlten im warmen Licht des Feuers.

Am Freitag den 24.06.2011 fand die Gruppenstunde der Quitschwürmer, in der Jurte bei Michael im Garten, statt. Es wurde gegrillt, gesungen und gelacht. Unser Präsident Martin war an diesem Abend ebenfalls dabei. Ein Dank für Speis und Trank geht an Michael.

Es war schon ein beeindruckender Besuch. Am 20.10.2011 standen bei unserem Kolpingbruder Christian Decker 8 Wandergesellen vor der Haustür und fragten nach einer warmen Unterkunft für eine Nacht. Es waren Wandergesellen aus der Zunft der Zimmerer und Schiffsbauer, die aus dem Bundesgebiet her kamen .. Erfurt, Fürth, Hamburg, Weil am Rhein, Radevormwald, Frankenland .. Spontan sagte Christian zu und bot Ihnen die Räumlichkeiten der Jugend an. Ganz nach dem Gedanken und früheren Handeln Adolph Kolpings war es für uns als Kolpingsfamilie eine Pflicht und Ehre, diesen Wandergesellen nicht nur eine warme Unterkunft, sondern auch eine warme Mahlzeit aus Hansis Küche anzubieten. Mit Freude nahmen sie unsere Einladung an. Abends am „Stammtisch“ unserer Kolpinggaststätte erzählten Sie uns über Ihre Erlebnisse „auf der Walz“. Wie man in den Nächten zuvor nur wenige Stunden draußen bei knapp über dem Gefrierpunkt sichere Schlafplätze sucht. Dass sich aber 8 Wandergesellen gefunden haben, hat seinen Grund. Der „rechtschaffene fremde Zimmermann“ Esser Andreas war viereinhalb Jahre auf der Walz. In Frankreich, Südtirol und Neuseeland hatte es ihn verschlagen. Nun kehrte er zurück in seinen Heimatort Radevormwald. Zwei Wochen zuvor hatten sich die Wandergesellen in Kassel getroffen und begleiteten „ihren“ Kameraden nach Hause. Anschließend ging wieder jeder seines Weges. Der Abend wurde mit „ihren“ Ritualen erlebt. Geschichten und zünftige Lieder lernten wir kennen. Hochinteressant war das „Gesellenbuch“ der Zunft. Mit „Zeugnissen“ der Lehrmeister, persönliche Einträge, Bilder oder auch Adressen ist ein solches Buch bespickt. Um Mitternacht endete der gesellige Abend. Ganz nach den Worten „Gott schütze das ehrbare Handwerk“ verabschiedeten wir uns von den Wandergesellen. Am nächsten Morgen gingen sie weiter ihres Weges. Mit einem kleinen Dankesschreiben, versehen mit Ihren Unterschriften, verabschiedeten sie sich bei uns: „Fix gedankt – nette Platte – toller Abend“ Noch lange werden wir uns gerne an diesen gemeinsamen Abend erinnern. Eine Idee ist allerdings aus dieser Begegnung erwacht. Ganz nach alter Tradition und dem früheren Handeln unseres Gründers Adolph Kolping möchten wir grundsätzlich Wandergesellen eine warme Unterkunft bieten. Zwar haben wir keine Zimmer zur Verfügung, aber mit ein paar „Feldbetten“ in den warmen Räumlichkeiten der Jugend ist es ja auch getan. Wie schrieb uns jetzt erst kürzlich der heimgekehrte „rechtschaffene fremde Zimmermann“ Esser Andreas: „Das war echt super bei Euch und noch cooler, dass ihr nochmal Wandergesellen aufnehmen wollt. Ohne diese Unterstützung würde die traditionelle Wanderschaft gar nicht funktionieren. Ein warmer, windstiller und trockener Kellerfußboden ist mehr als gut. In unserem Schacht gibt es ca 120 Reisende, insgesamt liegen die Schätzungen bei 300 bis 500 Wandergesellen. Diese verstreuen sich nach der Vollendung des ersten Jahres in aller Welt. Was ich sagen will: Es ist seltener geworden, das 8 Wandergesellen auf einmal auftauchen. Mein Tipp! Stürzt euch nicht in Unkosten.