2005

An Christi-Himmelfahrt machte sich die Kolpingjugend mit ca 35 Kindern traditionell auf den Weg nach Beyenburg, um an der Prozession teilzunehmen und sich danach auf der Kirmes zu vergnügen. Den Höhepunkt bei strahlendem Sonnenschein bot jedoch die Wasserschlacht auf dem Rückweg, bei dem einige Kinder und Leiter erheblich viel Wasser abbekamen.

Eine alte Tradition der Kolpingjugend ist die Betreuung unserer Jugendlichen in den Beruf. Wir sehen es als eine Pflicht an, unsere jungen Mitglieder in den Beruf zu begleiten. Erschreckende Meldungen über Jugendarbeitslosigkeit können wir bald täglich in den Medien verfolgen. Welche Auswirkungen das auf unsere Gesellschaft hat, kennen wir aus unserem Geschichtsunterricht und den Wahlergebnissen im Osten. Wir können zwar nicht das Problem lösen, denn hier ist die Politik und die Wirtschaft gefragt, aber wir versuchen mit kleinen Beiträgen unseren jungen Mitgliedern zu helfen. Sie sollen nicht den großen Frust erleben und gesellschaftlich in völlige Isolation geraten. Unsere Jugendlichen möchten in diesem Jahr in die Richtung Elektrotechnik, Schreiner und Physiotherapeut in den Beruf einsteigen. Wir helfen unseren Jugendlichen bei ihrem Einstieg ins Berufsleben. Ein herzliches Dankeschön sei an dieser Stelle unserem Mitglied Matthias Kampschulte gesagt. Durch gute Verbindungen hat er so manche Tür für Informationen geöffnet.

Um den Gruppenleiterschein für Kolping zu machen, mussten Philipp Pleger und ich (Richard Blanke) ein Aktions-Projekt ausarbeiten. Dieses wurde von uns selber organisiert, geplant und durchgezogen. Wir haben lange überlegt was wir tun könnten und sind dann auf den Kolping-Fun-Day gekommen. Er bestand darin, einen Tag für die Kolpingjugend zu organisieren, der durch eine Stadtralley, einem Grillen und zum guten Ende mit einer Party abgeschlossen wurde. Endlich war es so weit, der Kolping-Fun-Day wurde am 30.04.2005 mit Begeisterung durchgeführt. Wir trafen uns um 14:30 am Hintereingang des Kolpinghauses. Ich war überrascht, dass so viele der ,,Krossen Krabben, Rapper Boys, Krummen Bananen und Quietschwürmer“ da waren. Wir haben die ca. 25 Kinder in 3 Gruppen aufgeteilt und sie dann losgeschickt. Jede Gruppe wurde von einem Leiter begleitet, der den Gruppen ein wenig zur Seite stand, damit die Gruppen die von uns gestellten Aufgaben der Stadtralley erledigen konnten. Die Strecke der Stadtrallye startete am Kolpinghaus und führte durch wichtige Punkte der Stadt Schwelm, wie zum Beispiel: zum Hallenbad, dem Bahnhof, das Schloss Martfeld oder dem Kino an denen ,,schwierige wie auch nicht so schwierige Fragen“ beantwortet werden mussten. Gegen 16:30 trafen die ersten Gruppen wieder am Kolpinghaus ein. Somit konnte auch das Grillen beginnen. Das warme Wetter und die anstrengende Aufgabenwanderung sorgten dafür das 50 Würstchen und 7 Kästen Cola/Fanta rasenden Absatz fanden . Etwa eine Stunde später und mit 25 vollen Bäuchen ging es hinunter in die Jugendräume, um dort mit super Musik und schrillen Party-Lichtern zu tanzen. Eine Gruppe, ,,Die Rapper Boys“ studierten an diesem Abend sogar extra einen Tanz ein, den sie dann der gesamten Jugend präsentierten. Laut Jugendschutzgesetz durfte die Party leider nicht länger als 22 Uhr gehen, aber ich denke es hat auch bis dahin sehr viel Spaß gemacht und es heißt ja: ,,Wenn es am schönsten ist soll man aufhören“- Damit endete für Philipp und mich ein sehr anstrengender aber auch lustiger Tag der uns sehr viel Spaß und Freude bereitet hat.

Am 19.06.2005 fand das schon fast traditionelle Seifenkistenrennen der Kolpingjugend statt. Bei bestem Sommerwetter rasten die Kinder mit ihren selbstgebastelten Seifenkisten die Kolpingstraße herunter. Um den aufkommenden Hunger und Durst der Rennfahrer und Zuschauer zu Stillen war die Kolpingjugend bestens mit Kuchen und kalten Getränken gewappnet. Zur Abwechselung wurden zwischen den Seifenkistenrennen immer wieder Bobby-Car-Rennen gestartet.

Am Freitag, den 18.11.2005 war es mal wieder so weit. Die Kolpingjugend machte sich, verstärkt durch die süßen coolen Igelchen, dieses Jahr zum 3. Mal auf den Weg nach Niederlandenbeck ins Sauerland. Dort angekommen wurden erst einmal die Zimmer eingerichtet, und ein leckeres Essen gekocht bzw. gegrillt, denn es gab Würstchen mit Salat und Brötchen. Frisch gestärkt vom Essen ging es dann an den gemütlicheren Teil des Tages. Kein lästiges Auto fahren mehr, kein kochen, kein spülen. Sondern ein gemütlicher Spiele- und Kennenlernabend im Stuhlkreis. Der krönende Abschluß dieses Abends war dann die Filmnacht. Folgen sollte eine kurze aber erholsame Nacht, um am nächsten Tag pünktlich um 8 Uhr, ja richtig 8 Uhr aufzustehen. Kaum war es hell draußen stand dann auch unser Leiter Michael auf der Matte, mit frischen Brötchen zum Frühstück. Also gab es dann um 10 Uhr ein leckeres und ausreichendes Frühstück mit frischen Brötchen, Milch und Kakao. Nun was sollte man tun mit dem angebrochenen Vormittag??? Da wir ja auf Live Wochenende gefahren waren und dies immer ein gemütliches und ruhiges Wochenende war, ohne viel Programm, gab es erstmal für den Großteil Freizeit. Die anderen konnten immer Gruppenweise Michaels Vorträgen bezüglich Adolph Kolpings Leben und Lebenswerk lauschen, um sich somit über das Kolpingwerk zu informieren, da die Möglichkeit für einige besteht, dass sie im Dezember am Kolpinggedenktag in die Kolpingsfamilie aufgenommen werden. Die anderen schmückten ihre Freizeit mit Fußball, Basketball oder Kicker. Natürlich darf nach diesen sportlichen Aktivitäten ein gutes Mittagessen nicht fehlen, also ließen wir es uns nicht nehmen und die Leiter kochten Ravioli für die ganze Meute. Den Teller leer gegessen rief nun für einige die Arbeit. Denn wer spült für 50 Leute?? Um diese Frage direkt aus dem Weg zu schaffen, wurde schon von Anfang an beschlossen, das jede Gruppe reihum einmal spülen musste. Und wie es nun mal so kommt waren nun gerade die Rapper Boys dran mit spülen. Der Nachmittag verlief im großen und ganzen wie der Vormittag, denn Michael machte freudig weiter mit Vorträgen und der Rest hatte Freizeit. Gegen Abend kam dann unser Kaplan, Oliver Scherges, um mit uns die heilige Messe zu feiern, denn zu uns als christlichen Haufen gehört auch eine heilige Messe. Im Anschluß kochten Kathrin und Franziska mit Verstärkung von mir und Eddy Spaghetti für alle. Kaum waren alle Mägen gefüllt, hieß es für die Quietschwürmer spülen. Zum Glück bekamen sie Hilfe von allen Seiten, denn Kathrin und Franziska halfen fleißig, während Olli und Richard lieber fangen spielten und dabei wie kleine Kinder wirkten. Gegen 21 Uhr starteten wir dann unser großes Hausspiel, für das Richard extra die alten Fragen überarbeitet hatte. Für die größeren Teilnehmer, die alljährlich mit auf das Kolping Live Wochenende fahren, war das Spiel schon lange bekannt. Doch trotzdem kam das Spiel bei den jungen und neuen Teilnehmern gut an, sodass sie sich integriert und wohl bei uns fühlten. Als wir dann das Spiel abbrachen und alle gemeinsam ins Bett gingen, war es schon weit nach Mitternacht. Doch auch am Sonntagmorgen war nichts mit ausschlafen, da die Leiter uns früh weckten, damit wir uns um den Brunch kümmern konnten, während die Leiter wieder ins Bett gingen. Nach dem ausgiebigen Brunch mit lecker Essen, ging es dann ans Tasche packen und sauber machen. Als alles auf Vordermann gebracht war, hatten wir noch ein wenig Freizeit, bevor wir um ca. 14 Uhr das Wochenende mit einem Gruppenfoto und einer Abschlussrunde mit Liedern und Dank beendeten und uns von hilfsbereiten Eltern nach Hause fahren ließen.

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